Familienrecht

Die Kanzlei Limmer.Reutemann - Rechtsanwälte ist Ihr Partner im Familienrecht.

Familienrecht

Anwaltliche Hilfe im Familienrecht

Das Familienrecht beschäftigt sich – wie der Name bereits sagt – mit allen rechtlichen Angelegenheiten, die das familiäre Zusammenleben betreffen. Wichtige Teilbereiche sind die Ehe, mithin die Lebenspartnerschaft, das Scheidungsrecht sowie das Sorge- und Unterhaltsrecht. Wir beraten und vertreten Sie in folgenden Bereichen des Familienrechts:

Ehescheidung

Wollen sich Ehepartner scheiden lassen, sollte frühzeitig anwaltlicher Rat in Anspruch genommen werden.

Wer einen Scheidungsantrag stellen möchte, muss sich in jedem Fall anwaltlich vertreten lassen. Nach dem Gesetz nämlich besteht für das Scheidungsverfahren sog. Anwaltszwang. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine einvernehmliche oder streitige Scheidung handelt oder ob aufgrund unbilliger Härte vor der Scheidung nicht einmal das Trennungsjahr abzuwarten ist.

Da Ihnen der Weg zum Anwalt also in keinem Falle erspart bleiben wird, sollten Sie uns frühzeitig kontaktieren, damit wir Ihnen als kompetenter Ansprechpartner von der Trennungsphase bis zur Abwicklung des Scheidungsverfahrens beiseite stehen können. So können unnötige und kostenintensive Fehler vermieden werden.

Typischerweise nämlich ist es mit der Scheidung allein nicht getan. Vielmehr wird eine Vielzahl an Fragen aufgeworfen, die es zu klären gilt: Sind gemeinsame Kinder vorhanden, müssen ggf. Fragen des Sorgerechts und des Kindesumgangs geklärt werden. Leben die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, muss auch der Zugewinnausgleich durchgeführt werden. Auch werden sich die Ehegatten mit Fragen des Kindesunterhaltes und des nachehelichen Unterhalts auseinandersetzen müssen. Häufig muss auch noch geklärt werden, was mit einer gemeinsamen Immobilie, mit Autos oder auch mit Haustieren geschieht.

Schon anhand dieser Aufzählung, die keinesfalls abschließend ist, lässt sich bereits erahnen, dass vor einer Scheidung viele Dinge zu klären sein werden.

Kontaktieren Sie uns daher in Ihrem Interesse möglichst frühzeitig. So wird es uns gelingen, die Scheidung schnellstmöglich zu vollziehen und dabei gleichzeitig die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

Gestaltung von Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen

Zumeist ist die bevorstehende Scheidung Anlass für die Gestaltung entsprechender Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen. Anliegen dieser Verträge ist es, die Trennungssituation zu erleichtern und für eine Scheidung selbstbestimmt und ohne gerichtliches Eingreifen die Scheidungsfolgen zu regeln. Hierdurch sollen langwierige „Rosenkriege“ verhindert werden. Dabei werden insbesondere die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Ehegatten, etwa im Hinblick auf den Unterhalt, das Vermögen, die Altersvorsorge und das Sorgerecht bzw. den Kindesumgang geregelt. Sie bedürfen zur Erlangung der Wirksamkeit der notariellen Beurkundung oder einer Protokollierung im Scheidungsverfahren.

Gerne stehen wir Ihnen hier beratend zur Seite und entwerfen für Sie Ihren finanziellen und persönlichen Bedürfnissen entsprechende Vereinbarungen.

Gestaltung von Eheverträgen

Auch wenn es vielen als unromantisch erscheinen mag, sich bereits vor der Ehe mit deren möglichem Ende zu beschäftigten, sollte ein Ehevertrag immer erwogen werden.

Eheverträge treffen wie die Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen Regelungen zu Unterhalt, Vermögen, Altersvorsorge, Sorgerecht sowie erbrechtlichen Ansprüchen.

Ob ein Ehevertrag Sinn macht, hängt immer von den persönlichen Bedürfnissen des Mandanten ab. So ist er etwa bei einem Unternehmer, der Verantwortung gegenüber seinen Mitgesellschaftern und Angestellten trägt, immer anzuraten. Eine für den Fall des Scheiterns der Ehe an den Ehegatten zu zahlende Ausgleichssumme aufgrund des Zugewinnausgleichs oder auch Unterhaltszahlungen können durchaus zu einer Gefahr für den gesamten Betrieb werden.

Eine vorausschauende und ausgewogene Betrachtungsweise bei der Ausarbeitung des Ehevertrags ist dabei oberstes Ziel einer jeden Vertragsgestaltung durch den Rechtsanwalt, bevor der Notar diesen zwecks formeller Wirksamkeit beurkundet. Der Ehevertrag muss stets einer Wirksamkeitskontrolle standhalten. Auch wenn es zur Trennung oder Scheidung kommt, darf er keinen Partner über Gebühr einseitig belasten. Derartige Verträge wären sittenwidrig und damit unwirksam.

Um dies zu vermeiden, bedarf es der Ausarbeitung eines Ehevertrags durch einen kompetenten Anwalt, der im Familienrecht versiert ist.

Unterhalt

Das Familienrecht kennt unterschiedliche Formen des Unterhalts, etwa den Ehegattenunterhalt, den nachehelichen Unterhalt, den Kindesunterhalt und den Elternunterhalt.

Insbesondere wenn die Ehe scheitert, führt der Trennungsunterhalt und der nacheheliche Unterhalt als Formen des Ehegattenunterhalts sowie der Kindesunterhalt zu Konflikten.

Erwerbsobliegenheit, Wohnvorteil, Selbstbehalt, ehebedingter Nachteil, Befristung und Herabsetzung sind nur einige der Stichwörter, die dann regelmäßig für Zündstoff sorgen.

Jeder Fall bedarf einer gründlichen Prüfung und wirft die Frage auf, ob vor diesem Hintergrund eine Vereinbarung zwischen den Ehegatten einer gerichtlichen Entscheidung vorzuziehen ist. Unabhängig von der Entscheidung dieser Frage müssen zunächst Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit der Beteiligten geprüft werden. Um diese zu ermitteln, schulden sich die Ehegatten wechselseitig Auskunft über ihre Einkünfte und Vermögensverhältnisse.

Besonderes Augenmerk beim Kindesunterhalt erfordern die Situationen des Wechselmodells, des Mehr- und Sonderbedarfes. Für die Ermittlung des Kindesunterhaltes sind die Düsseldorfer Tabelle und die entsprechenden Leitlinien ein erster Anhaltspunkt. Allein ausreichend sind diese jedoch nicht.

Ob und inwieweit eine Unterhaltspflicht besteht, prüfen wir für Sie. Ebenso setzen wir Ihre Rechte für Sie durch.

Sorgerecht

In Folge einer Trennung oder Scheidung kommt es auch häufig zum Sorgerechtsstreit zwischen beiden Elternteilen.

Im Grundsatz steht den bei Geburt des Kindes verheirateten Eltern – auch nach der Scheidung – die gemeinsame elterliche Sorge über das Kind zu. Bei Nichtverheirateten erlangt zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht, während der Vater ein Umgangsrecht zuerkannt bekommt. Auf Antrag des Vaters ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die gemeinsame Ausübung des Sorgerechts möglich.

Sollten von diesen Grundsätzen abweichende Entscheidungen des Familiengerichts beantragt werden, wird es in erster Linie um das Wohl des Kindes gehen.

Wir beraten Sie gerne in allen Sorgerechtsfragestellungen. Vertrauen Sie auf unsere Expertise im Familienrecht.

Güterrechtliche Auseinandersetzung in Verbindung mit Trennung und Scheidung

Haben Ehegatten keinen Ehevertrag geschlossen, leben sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Im Falle der Scheidung wird diese Zugewinngemeinschaft beendet und es erfolgt ein Ausgleich ungleicher Vermögensmehrungen der Ehegatten während der Ehe (Zugewinn).

Zur Ermittlung des Zugewinnausgleichsanspruchs bedarf es einer Gegenüberstellung und Bewertung des Vermögens bzw. der Schulden der Ehegatten bei Eheschließung (Anfangsvermögen) mit jenen zum Zeitpunkt des Endvermögens. Der „Katalog“ der hier einzubeziehenden Positionen ist umfangreich. Er reicht vom Haushaltsgegenstand, der nur im Eigentum eines Ehegatten steht bis hin zum Betriebsvermögen bei Selbstständigen oder Anteile an Kapitalgesellschaften. Andere Werte indes, wie etwa Schenkungen von Dritten oder Erbschaften, werden bereits dem Anfangsvermögen eines Ehegatten hinzugerechnet und bleiben beim Zugewinnausgleich „vermögensneutral“.

Gerne beraten wir Sie umfassend zum Thema Zugewinn, berechnen Ihren Anspruch und setzen diesen für Sie durch.

Versorgungsausgleich

Der Gesetzgeber regelt die Ehe als Versorgungsgemeinschaft. Diesem Grundgedanken folgt der Versorgungsausgleich, der grundsätzlich alle während der Ehe erworbenen Versorgungsansprüche bei der Scheidung einer Teilung zuführt. Zu den genannten Versorgungsansprüchen zählen solche der gesetzlichen Rentenversicherung, den Beamtenversorgungen, berufsständischen Versorgungen, privaten Rentenversicherungen, Riester- oder Rüruprenten. Die Teilung erfolgt durch das Gericht in jeder Ehesache von Amts wegen, sofern die Ehe länger als drei Jahre besteht.

Der Ausschluss des Versorgungsausgleiches durch einen Vertrag ist grundsätzlich möglich, wenn er einer Ausübungs- und Inhaltskontrolle standhält. Gerne beraten wir Sie auch in diesem Bereich des Familienrechts.